Stücke

GELIEBTER JACQUES… OFFENBACH, DEN KENNEN SIE DOCH!

von Roger Defossez Ein musikalisches Spiel mit der Musik von Jacques Offenbach
Regie: Rainer Lewandowski

09.05.2019 - 16.06.2019

GELIEBTER JACQUES… OFFENBACH, DEN KENNEN SIE DOCH!

Deutsche Fassung der Gesang­texte von Bernd Wilms und Rainer Lewandowski

Musikalis­che Leitung und Klavier: Cordula Hacke

Chore­o­gra­phie: Mecki Fiedler

Zum 200. Geburt­stag von Jaques Offenbach!

Jacques Offen­bach ist bekannt für Melodien, die einem sofort ins Ohr und dann nicht wieder aus dem Kopf gehen – und selbst wer mit Operette sonst wenig am Hut hat, kann sich der roman­tisch schwin­gen­den Bacarole oder dem mitreißen­den Rhyth­mus des Cancans aus „Orpheus in der Unter­welt“ schwer entziehen. Den 200. Geburt­stag des Kompon­is­ten feiert das Fritz-​RémondTheater in dieser Spielzeit mit einem musikalis­chen Offenbach-​Abend der ganz beson­deren Art. Der Autor des Stücks, Roger Defos­sez, beschreibt es folgen­der­maßen: ein Freund kam mit der Bitte auf ihn zu: „Ich brauche ein richtiges Stück… nicht nur so ein Potpourri.“ – für die japanis­che Schaus­pielerin Kozuki Noboru, die ihrem Publikum das Werk von Offen­bach in kleiner Beset­zung nahebrin­gen wollte. Daraus entstand die Idee die Operette „Pariser Leben“ – für die der Maestro immer­hin 4 Bühnen­bilder, 40 Mitwirk­ende, 200 Kostüme und ein Orchester einplant – mit einem Ensem­ble von nur 5 Schaus­piel­ern, einem Pianis­ten und einer gehöri­gen Menge Humor, Esprit und künst­lerischer Freiheit in eine „Bühnen­gar­darobe“ zu verlegen. Offenbach’s Enkel sagte nach dem Besuch einer Vorstel­lung, sein Großvater hätte sich sicher sehr über das Stück gefreut, in dem alles wiederzufinden sei, was er auf der Bühne liebte: „Witz, das gewisse Augen­zwinkern, das Spiel im Spiel und diese verrück­ten szenis­chen Situationen.“

GOGOL UND MÄX

Musikalische Clownereien im Concerto Humoroso
Regie:

20.06.2019 - 23.06.2019

GOGOL UND MÄX

25 Jahre Jubiläumstournee

Wenn im ehrwürdi­gen Theater­saal klassis­che Musik erklingt und sich das Publikum vor Lachen und Staunen kaum auf den Stühlen halten kann, dann sind die Musikkomiker Gogol & Mäx am Werk. Was für ein Glück fürs Publikum, dass Maestro Gogol, dieser eitle Tasten­löwe alter Schule, vor 25 Jahren und über 2500 Theat­er­aben­den im In-​und Ausland, den genial-​anarchischen Erzkomö­di­anten Mäx als seinen persön­lichen Orches­ter­di­ener engagiert hat. Gut zwei Dutzend Instru­mente und ihre musikalis­chen und artis­tis­chen Lieblingsszenen haben die Publikumsverza­uberer im Gepäck. Zwei herzer­frischende Stunden größter Heiterkeit und Freude über und mit zwei Großmeis­tern des musikalis­chen Lachthe­aters sind garantiert. Zum krönen­den Abschluss der Spielzeit – außer­halb des Abonnement­pro­gramms – gastiert das Duo und nur für kurze Zeit auf seiner Jubiläums-​Europa-​Tour am Fritz Rémond Theater im Zoo und ist zum ersten Mal in Frank­furt zu sehen.

Winterrose

Komödie von Christa, Agilo und Michael Dangl
Regie: Udo Schürmer

05.09.2019 - 13.10.2019

Winterrose
Elisa­beth verabre­det sich jeden Mittwoch unter dem Pseudo­nym Winter­rose mit Männern, die sie über Zeitungsan­non­cen kontak­tiert. Von einer Parkbank aus beobachtet sie die hoffnungsvollen Kandi­daten, die zum Treff­punkt im gegenüber­liegen­den Café erscheinen und prüft ihre optis­che Tauglichkeit durch einen Feldstecher – gespickt mit schonungslosen und lautstarken Kommentaren und Anekdoten über vorherige Treffen. Leider fühlt sich der eigen­bröt­lerische Hobby-​Literat und Rentner Anton, der sich just diese Bank schon seit Jahren zum Lesen auserko­ren hat, durch Elisa­beths aufgeregte Erzäh­lun­gen vor und nach ihren, meist kläglichen, Rendezvous sehr gestört. Er möchte lieber weiter in seiner Zeitung lesen und das Paarungsver­hal­ten der Enten – er kennt sie alle beim Namen – beobachten. Der Schlagab­tausch lässt nicht
lange auf sich warten und ein kurioser Liebesreigen beginnt. Und damit nicht genug – zu den beiden gesellt sich ein Gärtner, der mit seinen trock­e­nen Kommentaren und Lebensweisheiten Elisa­beths Geschichten ergänzt und ordentlich die Blätter aufwirbelt.
Ein bezaubern­des Kammer­spiel auf einer Parkbank unter freiem Himmel!

Die Mausefalle

Von Agatha Christie
Regie: Heinz Kreidl

17.10.2019 - 01.12.2019

Die Mausefalle
Ein myster­iöser Frauen­mord in London. An diesem Tag eröff­nen Mollie und Giles Ralston ihre kleine Pension „Monkswell Manor“, fernab der Stadt. Zur Eröff­nung haben sich vier Gäste angekündigt: Der junge, etwas sonder­bare Architek­turstu­dent Christo­pher Wren, die gestrenge altjüngfer­liche Mrs. Boyle, die distanzierte Miss Casewell und der pension­ierte Offizier Major Metcalf. Ein heftiger Schneesturm wütet über der Stadt. Mr. Paravicini überschlägt sich in der Nacht mit seinem Auto in einer Schneewehe und findet ebenfalls in der Pension Unter­schlupf. Das Wetter verschlechtert sich weiter, bald sind die Straßen nicht mehr befahrbar und das Haus völlig von der Außen­welt abgeschnitten.
Kurze Zeit später schlägt sich der sonder­bare Seargant Trotter zur Pension durch. Er informiert die Eingeschlosse­nen, dass die Adresse der Pension im Notizbuch des flüchti­gen Frauen­mörders gefun­den worden ist und die Gäste geraten ins Visier der Ermit­tlun­gen. Bald ist klar: Der Mörder muss einer von ihnen sein. Jeder verdächtigt jeden. Nichts ist, wie es scheint. Die Mause­falle schnappt zu.
Mit weit über 30.000 Vorstel­lun­gen das am längsten ununter­brochen aufge­führte Theater­stück der Welt!

Drei Männer im Schnee

Komödie von Erich Kästner
Regie: Pia Hänggi

05.12.2019 - 05.01.2020

Drei Männer im Schnee
Wieder­auf­nahme wegen des großen Erfolges!
Der millio­nen­schwere Unternehmer Tobler studiert mit Vorliebe die Menschen und will
wissen, wie die andere Seite lebt – sprich der Ottonor­mal­bürger mit dem knappen Geldbeu­tel. Er nimmt am Preisauss­chreiben seiner eigenen Firma teil und gewinnt prompt den zweiten
Preis, einen Winterurlaub im Grand­ho­tel zu Bruck­beuren in den Alpen. Zum Entset­zen seiner
Familie entschließt er sich die Reise tatsäch­lich anzutreten, nicht als Geheim­rat Tobler, sondern
inkog­nito als einer der „armen Schlucker“ in deren Leben er blicken möchte. So ganz auf sich gestellt ist er jedoch nicht, denn er spannt seinen langjähri­gen Diener Johann ein, der ihn begleiten und dabei einen Reederei-​Millionär mimen soll. Die Scharade scheint perfekt, wäre da nicht Toblers Tochter Hilde­gard, die den verklei­de­ten Millionär im Hotel ankündigt, und durch eine Verwech­slung unfrei­willig den
arbeit­slosen Fritz Hagedorn – Gewin­ner des ersten Preises – ins Zentrum der Aufmerk­samkeit rückt. Geheim­rat Tobler landet stattdessen im unbeheizten Dachz­im­mer und wird vom Personal gleich zu verschiede­nen Gelegen­heit­sar­beiten einges­pannt. So entsteht wiederum eine Freund­schaft mit dem vermeintlichen Millionär Hagedorn. Diener Johann sieht sich verpflichtet Tochter Hilde­gard über die Geschehnisse zu berichten, die ihm aus lauter Sorge mit ihrer Haushäl­terin zusam­men nachreist und mit ihrem Eintr­e­f­fen alles so richtig durcheinan­der­bringt. Millionär Tobler bekommt derweil zu spüren, dass er als armer Schlucker unter den vornehmen Hotel­gästen gar nicht gern gesehen ist – in dieser rasan­ten Komödie um Schein und Sein, in der Erich Kästner meister­haft mit der Oberfläch­lichkeit der Menschen spielt und ihr den Spiegel vorhält.

Macht, Moral und Mauschelei (FEELGOOD)

Eine Politsatire von Alistair Beaton
Regie: Frank-Lorenz Engel

09.01.2020 - 16.02.2020

Macht, Moral und Mauschelei (FEELGOOD)
„Die atember­aubend­ste Komödien-​Sensation seit Jahren“ – Finan­cial Times
In einer Hotel-​Suite sind Press­esprecher Eddie und Reden­schreiber Paul damit beschäftigt, die ultima­tive Wahlkampfrede für ihren Premier­min­is­ter zu schreiben, während unten in den Konferen­zräu­men gerade eine emotional extrem aufge­ladene Abstim­mung zum Thema Genma­nip­u­la­tion stattfindet und draußen vor dem
Hotel tumul­tar­tige Demon­stra­tio­nen zu hören sind. Aber reibungs­los verläuft der Schreibprozess für die wichtig­ste Rede des Premiers ganz und gar nicht. Immer wieder
müssen Eddie und Paul die Presse mit kleinen Skandalen versor­gen, um sie von großen, gerade aufgedeck­ten Katas­tro­phen abzulenken. Doch als wäre das alles nicht schon schwierig genug, droht jetzt eine weitere Ungeheuer­lichkeit ans Tages­licht zu kommen, in die George,
ein mäßig intel­li­gen­ter, aber mit dem Premier­min­is­ter befre­un­de­ter Politiker, verwick­elt ist. George hat nicht nur genma­nip­ulierten Hopfen auf seinem Landgut angebaut – er hat zugelassen, dass dieser Hopfen zu Bier verar­beitet wurde. Die Neben­wirkun­gen bei den Konsumenten sind schlichtweg verheerend. Das Unglück scheint seinen Lauf zu nehmen, da Liz, Eddies Exfrau und Journal­istin, der Story auf der Spur ist.
Eine beißende Satire über Regierungsparteien – Ähnlichkeiten mit Regierun­gen in befre­un­de­ten Nachbar­län­dern sind rein zufällig.

Paarungen (Les Conjoints)

Komödie von Eric Assous
Regie:

20.02.2020 - 29.03.2020

Paarungen (Les Conjoints)
Delphine und Xavier sind seit 20 Jahren miteinan­der verheiratet und ebenso lange schon mit Bob und dessen Frau befre­un­det. Doch Bob hat sich gerade getrennt, und so kommt er mit
seiner neuen, deutlich jüngeren Freundin Garance zum gemein­samen Abendessen. Delphine macht Bob wegen der Trennung, aus weiblicher Solidar­ität und aus Freund­schaft zur Ex-​Frau prompt eine Szene. Aber Bob hat eine Überraschung für Delphine: Er hat im Lotto gewon­nen. 16 Millio­nen! Und nachdem er sich nun die Schei­dung leisten kann, seiner Mutter ein Häuschen gekauft hat und für afrikanis­che Waisenkinder gespendet hat, möchte Bob nun auch seinen besten Freun­den Delphine und Xavier eine Freude bereiten: Vergnügt stellt er Ihnen eine halbe Millio­nen Euro als Geschenk in Aussicht. Delphine lehnt dieses Angebot umgehend ab, schließlich ist sie nicht käuflich. Doch Xavier ist sich da nicht so sicher. Zumal auch er ein paar Überraschun­gen in petto hat: Seltsamer­weise kennt er Garance ziemlich gut… Rückblicke bringen ans Licht, was bisher verbor­gen war.
Enthül­lun­gen des Beziehungs­ge­flechtes lassen zwei Jahrzehnte Ehe und Freund­schaft aus den Fugen geraten.

Extrawurst

Von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob
Regie:

02.04.2020 - 10.05.2020

Extrawurst
Eigentlich ist es nur eine Formsache: Die Mitgliederver­samm­lung eines Tennis­clubs in der deutschen Provinz soll über die Anschaf­fung eines neuen Grills für die Vereins­feiern abstim­men. Normaler­weise kein Problem –
gäbe es nicht den Vorschlag, auch einen eigenen Grill für das einzige türkische Mitglied des Clubs zu finanzieren. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grill­würste bekan­ntlich nicht auf einen Rost mit
Schweine­fleisch legen. Eine gut gemeinte Idee, die aber immense Diskus­sio­nen auslöst und den eigentlich friedlichen Verein vor eine Zerreißprobe stellt. Wie viele Rechte muss eine Mehrheit einer Minder­heit einräu­men? Muss man Religio­nen tolerieren, auch wenn man sie ablehnt? Gibt es auch am Grill eine deutsche Leitkul­tur? Und sind Vegetarier eigentlich auch eine Glaubens­ge­mein­schaft? Immer tiefer schraubt sich der schein­bar belan­glose Konflikt um den Grill in die Beziehun­gen der Mitglieder. Ebenso respek­t­los wie komisch stoßen Atheis­ten und Gläubige, Deutsche und Türken, „Gutmen­schen“ und Hardliner frontal aufeinan­der. Und allen wird klar: Es geht um mehr als einen Grill… Es geht darum, wie wir zusam­men­leben. Zumal die Grenzen zwischen „rechts und links“, „toler­ant und intol­er­ant“, „religiös und ungläu­big“ viel fließen­der sind als man denkt. Die Zuschauer sind als Vereins­mit­glieder direk­ter Teil des Geschehens und erleben mit, wie sich eine Gesellschaft komplett zerlegen kann. Und das in einem schnellen, hochpointierten und sehr aktuellen Stück.