Stücke

Paarungen (Les Conjoints)

Komödie von Eric Assous
Regie: Manfred Langner

20.02.2020 - 29.03.2020

Paarungen (Les Conjoints)
Delphine und Xavier sind seit 20 Jahren miteinan­der verheiratet und ebenso lange schon mit Bob und dessen Frau befre­un­det. Doch Bob hat sich gerade getrennt, und so kommt er mit
seiner neuen, deutlich jüngeren Freundin Garance zum gemein­samen Abendessen. Delphine macht Bob wegen der Trennung, aus weiblicher Solidar­ität und aus Freund­schaft zur Ex-​Frau prompt eine Szene. Aber Bob hat eine Überraschung für Delphine: Er hat im Lotto gewon­nen. 16 Millio­nen! Und nachdem er sich nun die Schei­dung leisten kann, seiner Mutter ein Häuschen gekauft hat und für afrikanis­che Waisenkinder gespendet hat, möchte Bob nun auch seinen besten Freun­den Delphine und Xavier eine Freude bereiten: Vergnügt stellt er Ihnen eine halbe Millio­nen Euro als Geschenk in Aussicht. Delphine lehnt dieses Angebot umgehend ab, schließlich ist sie nicht käuflich. Doch Xavier ist sich da nicht so sicher. Zumal auch er ein paar Überraschun­gen in petto hat: Seltsamer­weise kennt er Garance ziemlich gut… Rückblicke bringen ans Licht, was bisher verbor­gen war.
Enthül­lun­gen des Beziehungs­ge­flechtes lassen zwei Jahrzehnte Ehe und Freund­schaft aus den Fugen geraten.

Extrawurst

Von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob
Regie: Thomas Weber-Schallauer

02.04.2020 - 10.05.2020

Extrawurst
Eigentlich ist es nur eine Formsache: Die Mitgliederver­samm­lung eines Tennis­clubs in der deutschen Provinz soll über die Anschaf­fung eines neuen Grills für die Vereins­feiern abstim­men. Normaler­weise kein Problem –
gäbe es nicht den Vorschlag, auch einen eigenen Grill für das einzige türkische Mitglied des Clubs zu finanzieren. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grill­würste bekan­ntlich nicht auf einen Rost mit
Schweine­fleisch legen. Eine gut gemeinte Idee, die aber immense Diskus­sio­nen auslöst und den eigentlich friedlichen Verein vor eine Zerreißprobe stellt. Wie viele Rechte muss eine Mehrheit einer Minder­heit einräu­men? Muss man Religio­nen tolerieren, auch wenn man sie ablehnt? Gibt es auch am Grill eine deutsche Leitkul­tur? Und sind Vegetarier eigentlich auch eine Glaubens­ge­mein­schaft? Immer tiefer schraubt sich der schein­bar belan­glose Konflikt um den Grill in die Beziehun­gen der Mitglieder. Ebenso respek­t­los wie komisch stoßen Atheis­ten und Gläubige, Deutsche und Türken, „Gutmen­schen“ und Hardliner frontal aufeinan­der. Und allen wird klar: Es geht um mehr als einen Grill… Es geht darum, wie wir zusam­men­leben. Zumal die Grenzen zwischen „rechts und links“, „toler­ant und intol­er­ant“, „religiös und ungläu­big“ viel fließen­der sind als man denkt. Die Zuschauer sind als Vereins­mit­glieder direk­ter Teil des Geschehens und erleben mit, wie sich eine Gesellschaft komplett zerlegen kann. Und das in einem schnellen, hochpointierten und sehr aktuellen Stück.
EXTRAWURST von Dietmar Jacobs und Moritz Neten­jakob ist auch als eBook erschienen. Über die Website www.textbuehne.eu können Sie das Theater­stück in diversen Online-​Shops bestellen

Arthur und Claire

Von Stefan Vögel
Regie: Anja Junski

14.05.2020 - 21.06.2020

Arthur und Claire

Arthur hat sich in einem Hotel in Amster­dam einquartiert. Er ordert ein feines Dinner for one mit exquis­item Wein, das er bei schöner Musik in entspan­nter Atmosphäre genießen will. Bevor er sich den kulinar­ischen Freuden hingibt, überfliegt er noch einmal den Abschieds­brief an seine Kinder und die Ex-​Frau. Arthur, der Sportlehrer und überzeugte Nichtraucher leidet an unheil­barem Lungenkrebs. Laut Diagnose bleiben ihm nur wenige Monate auf dieser Welt. Er hat beschlossen, am nächsten Tag seinem Leben in einer Sterbek­linik ein würde­volles Ende zu setzen. Eigentlich hat er seinen Frieden gefun­den, nur eines stört ihn: diese schreck­liche Musik, die aus dem Neben­z­im­mer dröhnt. Da er sich den letzten Abend seines Lebens nicht mit schlechter Musik verder­ben will, klopft er empört an die Nachbartür. Als ihm eine hübsche junge Frau öffnet, glaubt er seinen Augen nicht zu trauen: Von der Decke baumelt ein Strick, mit dem sich diese hübsche junge Frau offen­sichtlich erdrosseln will. Zum Glück scheint es noch nicht geklappt zu haben. So wie auch der Versuch, sich die Pulsadern aufzuschnei­den und Tablet­ten zu schlucken erfol­g­los war. Die Erken­nt­nis, dass beide dasselbe Vor’ haben in die Tat umset­zen wollen, macht sie bei aller Erheiterung sprach­los. Claire ist zwar bereit, leiser zu drehen, sie hält jedoch vehement an ihrem Entschluss fest, sich umzubrin­gen. Da erwachen bei Arthur die Lebens­geis­ter. Nicht für sich selbst, sondern für die junge Frau, bei der er trotz arger Schick­salss­chläge keinen ernsthaften Todeswun­sch und die Notwendigkeit für so einen irreversiblen Schritt spürt. Eine heftige Auseinan­der­set­zung über den Sinn eines Lebens, das nicht gerade vom Glück überstrahlt ist, mündet beim Kompro­miss, den letzten Abend gemein­sam zu verbrin­gen. Natür­lich nicht im Zimmer, sondern in dieser herrlichen Stadt, die weit mehr zu bieten hat als Sterbek­liniken. Der nächtliche Bummel endet aber doch im Zimmer, und zwar in Arthurs, und zwar in seinem Bett. Am Morgen erinnern sich beide an eine rauschende Liebesnacht. War‚s das jetzt wirklich? Arthur hält an seinem Vorsatz fest. Außer­dem wider­spricht es seinem soliden Charak­ter, Termine zu versäu­men. Claire will das nach dieser Nacht nicht wahrhaben und setzt alles daran, ihn zum Weiter­leben zu motivieren. Kann sie Arthur von seinem finalen Entschluss abhal­ten?

Zwei Selbst­mord­kan­di­daten, die das Schick­sal übere­inan­der stolpern lässt. Wie argumen tiert man den eigenen Todeswun­sch, wenn man den anderen vom Leben überzeu­gen will? Und wenn dann fünf vor zwölf auch noch die Liebe ins Spiel kommt und sich diese ewigen Gefühle zu Wort melden, die unsere Reise auf diesem Planeten so schön machen, wird‚s ganz knapp mit der Zeit. Stefan Vögel versteht es, eine traurige Ausgangssi­t­u­a­tion als leichte Komödie zu erzählen. Da spürt man die schmerzvollen Seiten des irdis­chen Daseins und muss trotz­dem lachen. Das beherrschen nur Ausnah­meau­toren dieses Genres. In klugen, witzi­gen Dialo­gen kreisen die beiden Lebens­mü­den um die Dinge, die das Leben ausmachen und werden wieder wach. Und es gibt eine eindeutige Wende im Stück, sich diesem Leben zu stellen und es bis zum letzten Augen­blick auszukosten. Ein bezaubern­des Spiel um die menschliche Existenz, ein happy end, das sich seinen Weg tapfer erkämpft

GOGOL UND MÄX

Musikalische Clownereien im Concerto Humoroso
Regie:

25.06.2020 - 28.06.2020

GOGOL UND MÄX

25 Jahre Jubiläumstournee

Wenn im ehrwürdi­gen Theater­saal klassis­che Musik erklingt und sich das Publikum vor Lachen und Staunen kaum auf den Stühlen halten kann, dann sind die Musikkomiker Gogol & Mäx am Werk. Was für ein Glück fürs Publikum, dass Maestro Gogol, dieser eitle Tasten­löwe alter Schule, vor 25 Jahren und über 2500 Theat­er­aben­den im In-​und Ausland, den genial-​anarchischen Erzkomö­di­anten Mäx als seinen persön­lichen Orches­ter­di­ener engagiert hat. Gut zwei Dutzend Instru­mente und ihre musikalis­chen und artis­tis­chen Lieblingsszenen haben die Publikumsverza­uberer im Gepäck. Zwei herzer­frischende Stunden größter Heiterkeit und Freude über und mit zwei Großmeis­tern des musikalis­chen Lachthe­aters sind garantiert. Zum krönen­den Abschluss der Spielzeit – außer­halb des Abonnement­pro­gramms – gastiert das Duo und nur für kurze Zeit auf seiner Jubiläums-​Europa-​Tour am Fritz Rémond Theater im Zoo und ist zum ersten Mal in Frank­furt zu sehen.