Stücke

Chaos auf Schloss Haversham - The Play That Goes Wrong

Komödie von Henry Lewis, Jonathan Sayer & Henry Shields
Regie: Claus Helmer

18.10.2018 - 18.11.2018

Chaos auf Schloss Haversham - The Play That Goes Wrong

Wieder­auf­nahme wegen des großen Erfolgs!

Mord auf Schloss Haver­sham heißt das Stück, das eine ambition­ierte kleine Amateurthe­ater­gruppe aufführen will. Ein klassis­ches, englis­ches Krimi­nal­stück in ländlicher Abgeschieden­heit mit famil­iären Verstrick­un­gen, korrupten Polizeibeamten, loyal-​verschwiegenen Dienern und äußerst widri­gen Wetterbe­din­gun­gen. Doch bei der Aufführung geht einfach alles schief: Türen lassen sich nicht öffnen, Requi­siten sind nicht an ihrem Platz, Dialoge laufen in der falschen Reihen­folge ab und Schaus­pieler werden bewusst­los geschla­gen. Doch so britisch steif das Krimi-​Stück auch ist, oder wie gnaden­los die Auftritte der einzel­nen Akteure auch danebenge­hen, das Wichtig­ste ist: Haltung bewahren und sich nur ja nichts anmerken lassen. The Show must go on!

WILHELM BUSCH, DER POET

Die Traditionelle Matinée am Sonntag
Regie: Walter Renneisen

11.11.2018 - 11.11.2018

 WILHELM BUSCH, DER POET

Fast jeder deutsche Haushalt besitzt neben Bibel und Kochbuch auch eine Ausgabe der Werke Wilhelm Buschs. Kinder, die noch nicht lesen können, belusti­gen sich an seinen drastis­chen Zeich­nun­gen, Erwach­sene genießen das kontrastre­iche Zusam­men­spiel zwischen virtu­oser Karikatur und einfall­sre­icher Verskunst. So erfreut sich Buschs Werk einer geradezu einma­li­gen Popular­ität die haupt­säch­lich auf seinen Bildergeschichten beruht. Aber er besaß nicht nur zeich­ner­isches Genie, sondern auch ein großes poetis­ches Talent. Viele seiner Verse wurden zu geflügel­ten Worten. Ganz diesem poetis­chen Talent widmet sich der Schaus­pieler Walter Renneisen in seinem Programm „Wilhelm Busch, der Poet…“.

DREI MÄNNER IM SCHNEE

Komödie von Erich Kästner
Regie: Pia Hänggi

22.11.2018 - 31.12.2018

DREI MÄNNER IM SCHNEE

Der millio­nen­schwere Unternehmer Tobler studiert mit Vorliebe die Menschen und will wissen, wie die andere Seite lebt – sprich der Ottonor­mal­bürger mit dem knappen Geldbeu­tel. Er nimmt am Preisauss­chreiben seiner eigenen Firma teil und gewinnt prompt den zweiten Preis, einen Winterurlaub im Grand­ho­tel zu Bruck­beuren in den Alpen. Zum Entset­zen seiner Familie entschließt er sich die Reise tatsäch­lich anzutreten, nicht als Geheim­rat Tobler, sondern inkog­nito als einer der „armen Schlucker“ in deren Leben er blicken möchte. So ganz auf sich gestellt ist er jedoch nicht, denn er spannt seinen langjähri­gen Diener Johann ein, der ihn begleiten und dabei einen Reederei-​Millionär mimen soll. Die Scharade scheint perfekt, wäre da nicht Toblers Tochter Hilde­gard, die den verklei­de­ten Millionär im Hotel ankündigt, und durch eine Verwech­slung unfrei­willig den arbeit­slosen Fritz Hagedorn – Gewin­ner des ersten Preises – ins Zentrum der Aufmerk­samkeit rückt. Geheim­rat Tobler landet stattdessen im unbeheizten Dachz­im­mer und wird vom Personal gleich zu verschiede­nen Gelegen­heit­sar­beiten einges­pannt. So entsteht wiederum eine Freund­schaft mit dem vermeintlichen Millionär Hagedorn. Diener Johann sieht sich verpflichtet Tochter Hilde­gard über die Geschehnisse zu berichten, die ihm aus lauter Sorge mit ihrer Haushäl­terin zusam­men nachreist und mit ihrem Eintr­e­f­fen alles so richtig durcheinan­der­bringt. Millionär Tobler bekommt derweil zu spüren, dass er als armer Schlucker unter den vornehmen Hotel­gästen gar nicht gern gesehen ist – in dieser rasan­ten Komödie um Schein und Sein, in der Erich Kästner meister­haft mit der Oberfläch­lichkeit der Menschen spielt und ihr den Spiegel vorhält.

WILLKOMMEN

von Lutz Hübner & Sarah Nemitz
Regie: Peter Kühn

04.01.2019 - 10.02.2019

WILLKOMMEN

Beim WG-​Abendessen verkün­det Benny die Neuigkeit: Er wird für ein Jahr als Dozent in die USA gehen. Für die Zeit seiner Abwesen­heit macht er den Vorschlag, sein Zimmer Flüchtlin­gen zur Verfü­gung zu stellen. Die Fotografin Sophie ist begeis­tert und plant gleich ein Dokumen­tarpro­jekt. Doros Bedarf an Kontakt mit fremden Lebenswel­ten dagegen ist gedeckt, die WG-​Älteste hat nicht vor, daheim soziale Exper­i­mente zu machen. Und wenn Jonas den Posten bei der Bank schon sicher hätte, fände er Bennys Idee total gut, aber der Lärm … Auch Anna, das Nesthäkchen der WG, hat etwas zu verkün­den: Sie ist schwanger und würde gern mit dem Kinds­vater zusam­men­ziehen. Als der später vorbeis­chaut, bekommt die Diskus­sion eine neue Note – denn der sympa­this­che Sozialar­beiter Achmed äußert sich unverblümt über Araber und Gutmen­schen. Wo verläuft unsere Toler­anz­grenze? Wie steht es wirklich um die Bereitschaft, die eigene Komfort­zone aufzugeben? Lutz Hübner und Sarah Nemitz holen die Diskus­sion über die gesellschaftliche Umord­nung ins Wohnz­im­mer der bürger­lichen Mitte. Mit großem Gespür für Komik schaf­fen sie leben­snahe Figuren, die mehr mit uns gemein haben, als uns lieb ist. Hübner zählt zu den meist­ge­spiel­ten Gegen­warts­dra­matik­ern, seine Stücke werden inter­na­tional gespielt und für Kino und Fernse­hen verfilmt.

DIE NIERE

Komödie von Stefan Vögel
Regie: Frank-Lorenz Engel

14.02.2019 - 24.03.2019

DIE NIERE

Eigentlich haben der erfol­gre­iche Architekt Arnold und seine Ehefrau Kathrin Grund zum Feiern – sein Partner Tim hat gerade einen sensa­tionellen Auftrag an Land gezogen und gemein­sam mit dem befre­un­de­ten Ehepaar Götz und Diana wollen die beiden auf den Erfolg anstoßen. Just bevor die Feier losge­hen kann, flattert die Hiobs­botschaft ins Haus – bei Kathrin wurde ein Nieren­lei­den festgestellt und sie braucht dringend eine Organspende. Die Warteliste ist lang und die beste Chance hat sie, wenn ein passender Spender mit dersel­ben Blutgruppe aus Familie oder Freun­deskreis gefun­den werden kann. Arnold käme in Frage, doch er ist völlig überfordert und zögert grade lange genug, um Kathrin bitter zu enttäuschen. Als Diana und Götz eintr­e­f­fen, kann von Feier­stim­mung keine Rede mehr sein und der Beziehungsstrudel dreht sich noch schneller nachdem sich herausstellt, dass auch Götz als Spender in Frage käme, der sich sofort dazu bereit erklärt, Kathrin zu helfen. Der selbst­lose Freund­schafts­di­enst entspannt die Lage jedoch gar nicht, im Gegen­teil: Arnold ist eifer­süchtig, Diana stinksauer, da sie sich von Götz’ Entschei­dung übergan­gen fühlt und in den Ehen beider Paare werden Risse deutlich, die sicher­lich nicht mit der kaput­ten Niere ihren Anfang genom­men haben. Stefan Vögel’s Komödie geht nicht nur an die Nieren, sondern auch ans Herz und während auch die Lachmuskeln nicht zu kurz kommen, stellt sich die entschei­dende Frage, an der sich die Beziehun­gen der Charak­tere messen: Liebling, was bist Du bereit für mich zu tun?

Zweifel

von John Patrik Shanley
Regie:

28.03.2019 - 05.05.2019

Zweifel

Ausgeze­ich­net mit

Pulitzer Prize for Drama

Tony Award for Best Play

Schwester Aloysius leitet despo­tisch eine kirch­liche Schule, an der der sympa­this­che und beliebte Vater Flynn als Lehrer arbeitet. Mit seinen moder­nen Ansichten ist er der Schullei­t­erin ein Dorn im Auge. Als die junge und naïve Schwester James, die ebenfalls dort unter­richtet, ihr von Flynns freund­schaftlichem Umgang mit dem farbigen Schüler Donald Muller berichtet, ist ihr Misstrauen geweckt. Obwohl ihr Beweise fehlen, bezichtigt Schwester Aloysius Vater Flynn des Missbrauchs. Er streitet alles ab, sie sucht obses­siv nach Hinweisen. Zwischen beiden hin-​und hergeris­sen befindet sich die leicht zu verun­sich­ernde Schwester James, die nach und nach zum Spiel­ball in einem erbit­terten Kampf um die „Wahrheit“ wird. „Doubt“ (so der Originalti­tel) feierte im Jahr 2005 sensa­tionelle Erfolge am Broad­way. Das Stück erhielt neben zahllosen weiteren Ausze­ich­nun­gen den renom­mierten Pulitzer-​Preis und den Tony-​Award. Zweifel (Doubt) ist ein Stück von heute. Es ist ein Stück über Rassen­prob­lematik und Bildungsmis­ere, über Gleich­berech­ti­gung und den Kampf der Geschlechter. Es ist ein Stück über Homosex­u­al­ität und Homopho­bie. Über den Missbrauch Schutzbe­fohlener, über Misstrauen und blindes Vertrauen. Ganz sicher ein Stück über die Kirche und auch über die Welt nach dem 11.September. Die geradezu inquisi­torische Art und Weise, in der Schwester Aloysius ihren einmal geschöpften, äußerst vagen Verdacht verfolgt, ihn schließlich „bestätigt“ sieht und in Konse­quen­zen münden lässt, erinnert auch an den Verlust bürger­licher Freiheiten und rechtsstaatlicher Garantien im vorge­blichen Kampf gegen den Terror. In jedem Fall hat John Patrick Shanley mit seinen Fragen über den Umgang mit Verdacht, Schuld und Verurteilung ein intel­li­gentes und provokantes Stück vorgelegt.

GELIEBTER JACQUES… OFFENBACH, DEN KENNEN SIE DOCH!

Eine musikalische Komödie von Roger Defossez
Regie:

09.05.2019 - 16.06.2019

GELIEBTER JACQUES… OFFENBACH, DEN KENNEN SIE DOCH!

Deutsche Fassung von Alex Freihart & Carl Trautmann

Zum 200. Geburt­stag von Jaques Offenbach!

Jacques Offen­bach ist bekannt für Melodien, die einem sofort ins Ohr und dann nicht wieder aus dem Kopf gehen – und selbst wer mit Operette sonst wenig am Hut hat, kann sich der roman­tisch schwin­gen­den Bacarole oder dem mitreißen­den Rhyth­mus des Cancans aus „Orpheus in der Unter­welt“ schwer entziehen. Den 200. Geburt­stag des Kompon­is­ten feiert das Fritz-​RémondTheater in dieser Spielzeit mit einem musikalis­chen Offenbach-​Abend der ganz beson­deren Art. Der Autor des Stücks, Roger Defos­sez, beschreibt es folgen­der­maßen: ein Freund kam mit der Bitte auf ihn zu: „Ich brauche ein richtiges Stück… nicht nur so ein Potpourri.“ – für die japanis­che Schaus­pielerin Kozuki Noboru, die ihrem Publikum das Werk von Offen­bach in kleiner Beset­zung nahebrin­gen wollte. Daraus entstand die Idee die Operette „Pariser Leben“ – für die der Maestro immer­hin 4 Bühnen­bilder, 40 Mitwirk­ende, 200 Kostüme und ein Orchester einplant – mit einem Ensem­ble von nur 5 Schaus­piel­ern, einem Pianis­ten und einer gehöri­gen Menge Humor, Esprit und künst­lerischer Freiheit in eine „Bühnen­gar­darobe“ zu verlegen. Offenbach’s Enkel sagte nach dem Besuch einer Vorstel­lung, sein Großvater hätte sich sicher sehr über das Stück gefreut, in dem alles wiederzufinden sei, was er auf der Bühne liebte: „Witz, das gewisse Augen­zwinkern, das Spiel im Spiel und diese verrück­ten szenis­chen Situationen.“

GOGOL UND MÄX

Musikalische Clownereien im Concerto Humoroso
Regie:

20.06.2019 - 23.06.2019

GOGOL UND MÄX

25 Jahre Jubiläumstournee

Wenn im ehrwürdi­gen Theater­saal klassis­che Musik erklingt und sich das Publikum vor Lachen und Staunen kaum auf den Stühlen halten kann, dann sind die Musikkomiker Gogol & Mäx am Werk. Was für ein Glück fürs Publikum, dass Maestro Gogol, dieser eitle Tasten­löwe alter Schule, vor 25 Jahren und über 2500 Theat­er­aben­den im In-​und Ausland, den genial-​anarchischen Erzkomö­di­anten Mäx als seinen persön­lichen Orches­ter­di­ener engagiert hat. Gut zwei Dutzend Instru­mente und ihre musikalis­chen und artis­tis­chen Lieblingsszenen haben die Publikumsverza­uberer im Gepäck. Zwei herzer­frischende Stunden größter Heiterkeit und Freude über und mit zwei Großmeis­tern des musikalis­chen Lachthe­aters sind garantiert. Zum krönen­den Abschluss der Spielzeit – außer­halb des Abonnement­pro­gramms – gastiert das Duo und nur für kurze Zeit auf seiner Jubiläums-​Europa-​Tour am Fritz Rémond Theater im Zoo und ist zum ersten Mal in Frank­furt zu sehen.