Stücke

Spatz und Engel

Schauspiel mit Musik von Daniel Große Boymann & Thomas Kahry
Regie: Daniel Große Boymann, Bühne: Tom Grasshof

19.10.2017 - 26.11.2017

Spatz und Engel

(K)ein Leben in rosarot, von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt. Zwei der berühmtesten Diven des 20. Jahrhun­derts. Zwei der größten Chanteusen aller Zeiten. Zugle­ich zwei Frauen, wie sie gegen­sät­zlicher kaum sein könnten: hier die beherrschte, kühle Schön­heit aus preußisch-​bürgerlichen Milieu, die im Weimarer Inter­nat aufwächst; dort die leiden­schaftliche kleine Göre, die ihre Kindheit in einem Bordell in der Normandie verbringt. Spatz und Engel erzählt eine kaum bekan­nte Geschichte von zwei weltbekan­nten Ikonen des 20. Jahrhun­derts: der Liebe und Freund­schaft zwischen Marlene Dietrich und Edith Piaf. Vom ersten Kennen­ler­nen der beiden Diven Ende der 1940er Jahre über Auftritte in New York, Baden-​Baden oder Las Vegas bis zu Piafs verfrühtem Tod 1963 in Südfrankre­ich und Marlenes Rückzug in ihre Pariser Wohnung reicht der Bilder­bo­gen dieser überraschen­den Begeg­nung. Ein Theater­stück mit viel Musik, voller komis­cher, tragis­cher und berühren­der Momente.

Die Feuerzangenbowle

Komödie von Wilfried Schröder nach dem Roman von Heinrich Spoerl
Regie: Frank-Lorenz Engel

30.11.2017 - 31.12.2017

Die Feuerzangenbowle

Das Schön­ste im Leben“, resümiert die Herren­runde um den jungen Schrift­steller Dr. Johannes Pfeif­fer, „war die Gymnasialzeit.“ Doch Pfeif­fer hatte Privatun­ter­richt, war nie auf der Penne, kennt weder Pauker noch die Streiche, die man ihnen spielt, ist „überhaupt kein Mensch, sozusagen“. In feucht­fröh­licher Runde wird die Schnap­sidee geboren: Die gute alte Zeit soll aufer­ste­hen und er das Versäumte nachholen. Als Pfeif­fer mit drei f wird er in der Oberprima von Baben­berg „Schöler“ von Profes­sor Crey, genannt Schnauz, lernt beim Bömmel, was es mit der Dampf­maschin auf sich hat und ersinnt mit seinen pubertieren­den Schulka­m­er­aden Unfug aller Art, um den Lehrkör­per zu foppen. Doch bald hegt er auch ernstere Absichten, denn für die reizende Tochter des gestren­gen Herrn Direk­tor Knauer entflam­men in ihm recht erwach­sene Gefühle…

Wir sind die Neuen

Komödie nach dem gleichnamigen Film von Ralf Westhoff
Regie: René Heinersdorff

04.01.2018 - 11.02.2018

Wir sind die Neuen

Die drei Alt-​68er Anne, Eddi und Johannes beschließen, aus finanziellen Gründen zusam­men­zuziehen und ihre alte Studenten-​Hippie-​WG wieder aufleben zu lassen. Freundlich stellen sie sich beim Einzug den Nachbarn vor: drei Studen­ten, die für ihr jugendliches Alter erschreck­end spießig sind. Während die entspan­nten Oldies nachts trinken, philoso­phieren und alten Hits lauschen, arbeiten die pflicht­vers­esse­nen Young­ster an ihrer selbstop­ti­mierten Work-​Life-​Balance und an einem lücken­losen Karri­ere­pro­fil. Die Studen­ten verbit­ten sich im Examensstress jegliche Ruhestörung und stehen auch sonst nicht für Altenpflege, Comput­erser­vice und Apothekengänge zur Verfü­gung. Die Nachbarschaft­skrise scheint vorpro­gram­miert. Doch dann stellt sich heraus, dass die Senioren gar nicht die Hilfs­bedürfti­gen sind…

Schon wieder Sonntag

Komödie von Bob Larbey
Regie: Peter Kühn

15.02.2018 - 25.03.2018

Schon wieder Sonntag

Cooper und sein Freund Aylott leben im Alter­sheim. Während Cooper seiner körper­lichen Hinfäl­ligkeit mit sarkastis­chem Witz begeg­net, beobachtet der sensi­ble Aylott die unter­schiedlichen Erschei­n­un­gen des Alters mit ängstlichem Staunen. Man vertreibt sich die Zeit mit Schach­par­tien, kleinen Flirts mit der hübschen Kranken­schwester Wilson und Streit­ge­sprächen mit der resoluten Reini­gungskraft Mrs. Malik, die dem Alter mit gesun­dem Realitätssinn begeg­net.
Jeden ersten Sonntag im Monat erscheint Coopers Tochter Julia mit ihrem Ehemann zum pflicht­gemäßen Höflichkeits­be­such, bei dem beide ebenso pflicht­gemäß ihre Betrof­fen­heit über das Leben im Alter­sheim demon­stri­eren. Alles scheint wie immer und doch verän­dert sich etwas.

Das klingt nach Sozial­drama, graue Panther, Pflegev­er­sicherung, unnütze Alte. Stimmt nicht. Selten wird so herzlich gelacht, liegen bei einem Stück über dieses Thema ursprüngliche Heiterkeit und natür­liche Melan­cholie so unver­bildet dicht beieinander.

Der Kredit

Komödie von Jordi Galceran
Regie:

29.03.2018 - 06.05.2018

Der Kredit

Der Filialleiter der Bank blickt voller Stolz auf seine hübsch eingerichtete Existenz, mit allem, was für ihn dazuge­hört: Frau, Haus, Kind und sicherer Job. Doch just in dem Moment, in dem er sich ein bisschen zu sehr in seinem Büros­tuhl zurück­lehnt, taucht Anton Herberg auf, um einen Kredit zu beantra­gen; für den er aber nicht die nötigen Sicher­heiten mitbringt. Das Risiko ist dem Filialleiter zu hoch. Also: Antrag geprüft und abgelehnt! Anton Herberg jedoch lässt sich nicht abwim­meln. Er hakt nach und pocht auf seine Vertrauenswürdigkeit. Doch damit kann er beim Kredit­ge­ber nicht punkten. Also eröffnet Anton ein Spiel um Geld und Glück: Bekommt er seinen Kredit nicht, dann sieht er sich gezwun­gen, mit der hübschen Frau des Filialleit­ers ein Verhält­nis zu begin­nen. Aufgelöst ruft dieser seine Frau an, um sie zu warnen, doch das geht völlig nach hinten los, denn seine Frau ist entsetzt darüber, dass sie ihm nicht mehr wert ist als ein Kredit über dreitausend Euro. Und so gerät das idyllis­che spießbürg­er­liche Privat-​und Beruf­sleben des Filialleit­ers plötzlich völlig aus den Fugen.