Spatz und Engel

Schauspiel mit Musik von Daniel Große Boymann & Thomas Kahry
Regie: Daniel Große Boymann, Bühne: Tom Grasshof

20.06.2018 - 24.06.2018

Wieder­auf­nahme wegen des großen Erfolgs!

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Musikalis­che Leitung und Klavier: Cordula Hacke

Akkordeon: Vassily Dück

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Freund­schaft ist wertvoll und heilig. Für mich ist Freund­schaft das Aller­wichtig­ste. (Marlene Dietrich)

(K)ein Leben in rosarot, von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt. Zwei der berühmtesten Diven des 20. Jahrhun­derts. Zwei der größten Chanteusen aller Zeiten. Zugle­ich zwei Frauen, wie sie gegen­sät­zlicher kaum sein könnten: hier die beherrschte, kühle Schön­heit aus preußisch-​bürgerlichen Milieu, die im Weimarer Inter­nat aufwächst; dort die leiden­schaftliche kleine Göre, die ihre Kindheit in einem Bordell in der Normandie verbringt. Die Eine wechselt ihre Männer wie ihre Garder­obe, die Andere träumt stets von der großen Liebe, jede Trennung ist für sie beinah der Tod. Die Eine stirbt mit 90, ist der größte Star, den Deutsch­land je hervorge­bracht hat, gilt aber vielen Deutschen als Verrä­terin. Die Andere wird 47; als sie stirbt, fällt Frankre­ich in Staat­strauer, 40 000 Menschen folgen ihrem Sarg.

Spatz und Engel erzählt eine kaum bekan­nte Geschichte von zwei weltbekan­nten Ikonen des 20. Jahrhun­derts: der Liebe und Freund­schaft zwischen Marlene Dietrich und Edith Piaf. Vom ersten Kennen­ler­nen der beiden Diven Ende der 1940er Jahre über Auftritte in New York, Baden-​Baden oder Las Vegas bis zu Piafs verfrühtem Tod 1963 in Südfrankre­ich und Marlenes Rückzug in ihre Pariser Wohnung reicht der Bilder­bo­gen dieser überraschen­den Begeg­nung. Ein Theater­stück mit viel Musik, voller komis­cher, tragis­cher und berühren­der Momente.

Fotos © Helmut Seuffert

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Pressestimmen

„Witzige und sehr gute Dialoge setzen die Charak­tere, davon lebt dieses Stück. Susanne Rader lässt Marlene Dietrich wieder aufer­ste­hen, trifft sehr gut die markante, rauchig-​tiefe Stimme. Heleen Joor als Piaf bekommt zu Recht immer wieder Szene­nap­plaus. Stimmig, unprä­ten­tiös erzählt, trotz­dem ergreifend, überzeu­gend umgesetzt.“

(hr2 Kultur Frühkri­tik; den komplet­ten Radiobeitrag hier anhören)

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„Ein starker Marlene-​Dietrich-​Édith-​Piaf-​Abend im Fritz Rémond Theater. Eine flotte Szenen­folge mit sehr schöner Livemusik, aber schon raffiniert, mit ineinan­der verhak­ten Situa­tio­nen, mit einem kecken und handw­erk­lich gut gemachten Übersprin­gen von Zeit und Raum. Man schaut [Heleen Joor und Susanne Rader) gerne dabei zu, wie sie ihrer­seits genau hingeschaut haben, um die Bewegun­gen zu imitieren, die Auf-​und Abgänge, die Haltung beim Singen. Joor dazu mit strahlen­der, metallis­cher, glaub­würdi­ger Piaf-​Stimme, Rader herrlich noncha­lant. Richtig langer Beifall, respek­tvoll gegen die Künst­lerin­nen von damals und von heute.“

(Frank­furter Rundschau)

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„Wunder­bare Insze­nierung. Heleen Joor verkör­pert die Piaf mit fiebrigem Élan, lässt deren mitunter derbe Sprache und Gesten aufleben und singt mit großar­tigem Ausdruck „Mon Dieu“, „Padam“, „La vie en rose“ und das unvergessene „Non, je né regrette rien“. Von der schaus­pielerischen und gesan­glichen Leistung ebenbür­tig präsen­tiert sich Susanne Rader als Marlene Dietrich. Wenn Rader ans Mikro­fon tritt und mit verruchter Stimme singt, dann ist es, als ob das Origi­nal noch einmal aufer­standen wäre.“

(Frank­furter Neue Presse)

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„Verpassen sollte man [„Spatz und Engel“] nicht, denn es ist davon auszuge­hen, dass es sich um eines der großen Theater-​Ereignisse des Jahres in der Mainmetro­pole handelt. Die beiden Haupt­darstel­lerin­nen brillieren regel­recht in ihren Rollen. Das Frank­furter Publikum lässt sich immer wieder zu begeis­tertem Applaus hinreißen. Susanne Rader spielt Marlene Dietrich perfekt - mondän, verfüherisch und mit großer Klasse. Sensa­tionell ist auch Heleen Joor als eine mal himmel­hoch jauchzende, mal zu Tode betrübte Edith Piaf. Die Lieder inter­pretiert Joor mit geradezu bewegen­der Ausdruck­skraft. Eine wunder­bare Arzu Ermen und ein ebenso überzeu­gen­der Steffen Wilhelm beweisen ihre Vielseit­igkeit. Cordula Hacke am Klavier und Vassily Dück am Akkordeon spielen stark und zugle­ich feinfühlig.“

(Wetzlarer Neue Zeitung)

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„Das Publikum war hingeris­sen vom Timbre und von der Ausstrahlung der nieder­ländis­chen Schaus­pielerin und Sängerin Heleen Joor. Sie trumpft auch als frecher Kobold auf und geht einem als Morphium-​Ruine an die Nieren. Rader bringt die empathis­chen Seiten der Dietrich zur Geltung. All die übrigen Perso­nen im Leben der beiden Frauen werden von Arzu Ermen und Steffen Wilhelm in rasen­dem Kostümwech­sel übernom­men. Es gab Ovatio­nen im Stehen.“

(FAZ)

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„Wenn Heleen Joor die Chansons der Piaf kraft-​und gefüh­lvoll schmettert, mit Inbrunst, meint man, der Spatz von Paris sei aufer­standen. Bis in die klein­sten Gesten sind Joor und Rader in ihren Rollen perfekt. Begeis­terungsstürme. Wertung: Sehr gut.“

(BILD Frank­furt)

Video zum Stück