GOTT

von Ferdinand von Schirach (Autor von „Terror“)
Regie: Heinz Kreidl

21.10.2021 - 28.11.2021

GOTT gehört zu den wichtig­sten Stücken der neuen Spielzeit!

MIT: Lutz Reichert, Verena Wengler, Christo­pher Krieg, u.a.
REGIE: Heinz Kreidl .
BÜHNE: Tom Grasshof

Der Spiegel nannte Ferdi­nand von Schirach einen »großar­ti­gen Erzäh­ler«, die New York Times einen »außergewöhn­lichen Stilis­ten«, der Indepen­dent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markan­testen Stimmen der europäis­chen Liter­atur«. Die Erzäh­lungs­bände Verbrechen, Schuld und Strafe und die Romane Der Fall Collini und Tabu wurden zu millio­nen­fach verkauften inter­na­tionalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Sein Theater­stück Terror, das 2014 Première hatte, zählt zu den weltweit erfol­gre­ich­sten Dramen unserer Zeit. Ferdi­nand von Schirach, der 1964 in München geboren ist, wurde vielfach mit Liter­atur­preisen ausgeze­ich­net. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschienen von ihm u.a. Die Herzlichkeit der Vernunft, ein Band mit Gesprächen mit Alexan­der Kluge, sowie sein persön­lich­stes Buch Kaffee und Zigaret­ten. Unser Tod soll nicht erschrecken. Er soll andere nicht behel­li­gen, er soll selbst­bes­timmt und friedlich sein. Können wir diese Entschei­dung für uns treffen und auf Beistand hoffen? Also: Wahltod statt Qualtod? Bis vor Kurzem war dies nach gelten­dem deutschem Recht nicht möglich. Paragraf 217 des Strafge­set­zbuches vom Dezem­ber 2015 verbot die geschäftsmäßige Förderung von Suizid. Dagegen hatten Ärzte, Privat­per­so­nen, Sterbe­or­gan­i­sa­tio­nen, Pfleger und Recht­san­wälte Verfas­sungs­beschw­erde eingelegt. Das Verbot – so die Beschw­erde­führer – verletze Ihre Grundrechte. Denn wenn der Staat Sterbe­hilfe verbi­ete, so verwehre er das Recht auf selbst bestimmtes Sterben. Am 26. Februar 2020 hat das Verfas­sungs­gericht dieses Verbot nun für verfas­sungswidrig erklärt. Doch was bedeutet das für unsere Zukunft im Umgang mit Leben und Tod ? In seinem zweiten Theater­stück widmet sich Ferdi­nand von Schirach erneut einem Thema von höchster gesellschaft­spoli­tis­cher Relevanz. GOTT stellt Fragen, die menschliche Freiheit, Autonomie und Selbst­bes­tim­mung betre­f­fen. Fragen, die im Spannungs­feld von Moral, Chris­ten­tum und Politik seit Jahren unter­schiedlich und leiden­schaftlich disku­tiert werden. Wie schon in TERROR muss der Zuschauer seine moralis­chen Wertvorstel­lun­gen im Hinblick auf die im Grundge­setz garantierte Würde des Menschen und die Verant­wor­tung jedes Einzel­nen für jeden Einzel­nen überprüfen. GOTT will eine Debatte anstoßen, die der Geset­zge­ber und die Gesellschaft öffentlich führen müssen.