Eine Stunde Ruhe

Komödie von Florian Zeller
Regie: Michael Wedekind; Bühne: Bettina Neuhaus

07.09.2017 - 15.10.2017

Michel schwärmt seit seiner Jugendzeit für die LP „Me, Myself and I“ und hat sie nun nach Jahren verge­blichen Suchens auf einem Flohmarkt gefun­den. Überglück­lich stürmt er nach Hause, um sie sofort zu hören. Eine Stunde Zeit hat er noch, ehe sein bester Freund Pierre zu Besuch kommt bzw. seine Frau ihn in ein – wie sie meint – dringen­des Beziehungs­ge­spräch verwick­elt. Aber nicht nur Freund und Frau gönnen ihm diese „eine Stunde Ruhe“ nicht, auch ihre beste Freundin (gleichzeitig Michels Geliebte) sein Sohn, ein Nachbar und ein sich als Pole ausgeben­der portugiesis­cher Klemp­ner hindern ihn am Hörgenuss. Und es kommt, was kommen muss: Katas­tro­phen über Katas­tro­phen, eine katas­trophaler als die andere. Nicht nur die ehelichen, unehe­lichen, freund­schaftlichen, väter­lichen und nachbar­lichen Beziehun­gen gehen zu Bruch, sondern dank des polnisch/​portugiesischen Klemp­n­erp­fuschs, auch das Abflussrohr hinten in der Wohnung. Michels entspan­nter Hörgenuss rückt in unendliche Ferne…

Ein irrwitzig turbu­lentes Vaude­ville, gepaart - trotz aller Egozen­trik und Hybris von Michel - mit einem leisen Schluss melan­cholis­cher Selbsterken­nt­nis. Eine Farce in bester franzö­sis­cher Tradi­tion vom Erfol­gsautor von Die Wahrheit und Vater!