Ein Inspektor kommt

Schauspiel von John B. Priestley
Regie: Thomas Weber-Schallauer; Bühne: Bettina Neuhaus

20.10.2016 - 27.11.2016

Alles ist perfekt! Endlich kann der erfolgreiche Unternehmer Arthur Birling im trauten Familienkreis die Verlobung seiner Tochter Sheila mit Gerald, dem Sohn seines Geschäftspartners, und damit den Zusammenschluss der bislang konkurrierenden Firmen Birling und Croft, feiern. Geld kommt zu Geld, die Gefühle stimmen, finanziell und gesellschaftlich steht alles auf Erfolgskurs. Es hätte ein richtig netter Abend werden können, doch dann platzt ein ungebetener Gast ins Familienglück: Ein Inspektor kommt. 
Er ermittelt im Fall Eva Smith. Die ehemalige Angestellte des Birling’schen Familienunternehmens hat sich aus bislang unerklärlichen Gründen umgebracht. Keiner aus dem Hause Birling fühlt sich in irgendeiner Weise dafür verantwortlich. Der Inspektor jedoch konfrontiert die Gesellschaft mit Fakten und stellt Zusammenhänge her, die alle Beteiligten plötzlich in den Fall verwickeln.  Das feuchtfröhliche Familienfest mutiert zu einem Abend der Erkenntnis, dem sich keiner der Feiernden entziehen kann. Ist dies das Jüngste Gericht – oder alles nur ein Missverständnis?


Der britische Autor John Boynton Priestley wäre nicht der Virtuose des psychologischen Kriminalgenres, würde er nicht mit einer fulminanten Schlusspointe überraschen, die aus dem raffinierten Psychothriller weit mehr macht als eine Schnitzeljagd kriminalistischer Indizien. Das faszinierende Drama von 1945 über das „unbewusste“ Schuldigwerden einer Gruppe von Menschen am Selbstmord einer jungen Arbeiterin ist ein kriminalistisches Gedankenspiel, das am Ende in die Realität mündet. Ein moderner Theaterklassiker.

 

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Pressestimmen:

 

"Benedict Freitag brilliert als erbarmungsloser Ermittler, der mit wenigen Fragen eine Familie demontiert. Als nicht minder gute Wahl erweist sich Daniel Heck. Das Stück ist ein packendes Drama mit hervorragender Besetzung. Eine Familienaufstellung, die niemanden kalt lassen kann." (Offenbach Post, 22.10.2016)

 

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"Atemlose Spannung über zwei Stunden herrscht diesmal im Zoo-Theater in einem Stück, das locker jeden einschlägigen Fernseh-Krimi in den Schatten stellt. Aus dem famosen Ensemble ragt Benedict Freitag als insistierender, amtlich korrekter Inspektor hervor. Das Stück [...] ist Unterhaltung im besten Sinne: fesselnd in der dramaturgischen Anlage, überzeugend in der Gestaltung durch die Schauspieler und zugleich anregend als Gedankenspiel über die Frage der Schuld in der modernen Welt. Eine sehr schöne Ensemble-Leistung: Dieser Abend lohnt sich." (FNP, 22.10.2016)

 

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"Die Akteure sorgen für eine packende Aufführung, die Thomas Weber-Schallauer eindringlich inszeniert hat. Der Inspektor wird großartig dargestellt von Benedict Freitag. Besonders gefallen auch Carolin Freund mit sensiblem Spiel als Tochter aus gutem Hause und Daniel Heck als ihr Bruder. Die Premierenzuschauer wissen das Schauspiel zu schätzen: Am Ende spenden sie reichlich Beifall für eine gelungene Ensemble-Leistung." (Wetzlarer Neue Zeitung, 23.10.2016)

 

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"Thomas Weber-Schallauer hat mit seinem Ensemble dem Publikum im Haus am Zoo einen wunderbaren Theaterabend geschenkt." (FAZ, 25.10.2016)

 

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"Die Spannung des über zwei Stunden unterhaltsamen Abends entsteht aber aus der Schärfe der Porträts, die [Thomas Weber-Schallauer] mit den Schauspielern entwickelt." (Darmstädter Echo, 27.10.2016)

Video zum Stück