Das Abschiedsdinner

Komödie von Matthieu Delaporte & Alexandre de la Patellière
Regie: Peter Kühn

27.04.2017 - 04.06.2017

Was soll man tun, wenn man eine Freund­schaft beenden will, weil diese nur noch Verpflich­tung gewor­den ist? Pierre und Clotilde stellen sich diese Frage, denn ihre langjährige Freund­schaft zu Antoine ist schon lange nicht mehr das, was sie einmal war. Sie geben also ein Abschieds­din­ner, ohne dass der Freund weiß, wozu er gebeten ist: sie servieren eine Flasche Wein aus Antoines Geburt­s­jahr und sein Lieblingsessen, legen seine Lieblingsmusik auf – nur um danach den Kontakt abzubrechen. Doch leider geht alles schief: Antoine kommt den beiden auf die Schliche und beginnt zu kämpfen. Allerd­ings gerät sein Versuch, die Freund­schaft zu retten, immer mehr zu einer Belas­tung­sprobe für die Ehe von Clotilde und Pierre!

Das Autorenges­pann Delaporte und de la Patel­lière beleuchtet in dieser wunder­vollen Komödie die unter­schiedlichen Seiten der in Mode gekomme­nen Freund­schaft­sop­ti­mierung. Lohnt es sich, sich aus seiner Wohlfüh­lzone hinauszubegeben und sich erneut auf die Menschen einzu­lassen, die man kennt oder recht­fer­tigt sich der Rückzug in eine feige aber höfliche Delega­tion­s­ge­sellschaft? Wie schon in Der Vorname decken die beiden Autoren mit viel Sprach­witz und schnei­di­gem Feinge­fühl die unter der Oberfläche brodel­nden Befind­lichkeiten auf und zeigen einmal mehr, dass Eigenart das Salz in der Suppe der zwischen­men­schlichen Beziehun­gen ist.

Vorstel­lungsende: ca. 21.50 Uhr /​sonntags: ca. 19.50 Uhr

Pressestimmen

Das Abschieds­din­ner heißt das Stück des franzö­sis­chen Autoren­duos Delaporte /​de la Patel­lière, das Regis­seur Peter Kühn mit viel Liebe zum Detail fürs Zoo-​Theater als subtiles Kammer­spiel insze­niert hat. Timing und Humor-​Dosierung gelin­gen sehr gut, was auch den großar­ti­gen Schaus­piel­ern zu danken ist, die ihren jeweili­gen Bühnen­charak­ter glänzend herausar­beiten. Ein Theat­er­abend, der dazu zwingt, sich selbst zu überprüfen, kurzweilig und raffiniert insze­niert.“
(Frank­furter Neue Presse)

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„Im Frank­furter Rémond-​Theater streiten drei bestens aufgelegte Akteure beim Abschieds­din­ner. Schnei­der glänzt in der Rolle des unbeholfe­nen, Therapie-​erfahrenen Oberlehrers, der seinen Freun­den auf die Nerven geht. Sein alter Kumpel Pierre hinge­gen ist zum gefühlsar­men Manager mutiert, der sich mit seiner stets zu einem marki­gen Spruch aufgelegten Gattin Clotilde herrliche Wortdu­elle liefert. Das Stück könnte von Woody Allen stammen, wie in den Filmen des US-​Regisseurs werden menschliche Schwächen genüsslich seziert. Das ist für die Akteure nicht immer angenehm, für das Publikum dafür umso mehr.“

(Offen­bach Post)

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„Zwei Stunden kichern. Im schnellen Witz der Dialoge bewegen sich die Schaus­pieler wie Fischlein im Wasser. Regis­seur Peter Kühn gestal­tet seine Insze­nierung zu einem geschmei­di­gen Selbstläufer.“
(Frank­furter Rundschau)

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Video zum Stück